<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>RauheZeiten</title>
	<atom:link href="http://www.blog.rauhezeiten.de/?feed=rss2" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.blog.rauhezeiten.de</link>
	<description>Noch ein Blog über Gesellschaft, Politik &#38; Medien.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 14 Jul 2011 16:34:45 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Das Blöken der Lämmer.</title>
		<link>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=642</link>
		<comments>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=642#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 16:34:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftliches]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=642</guid>
		<description><![CDATA[Befeuert von dem anstehenden Papstbesuch im September wird derzeit ein von der Öffentlichkeit wenig beachteter Streit innerhalb der SPD geführt: die laizistischen Sozis gegen den Rest der Christdemokraten Sozialdemokraten. Sigmar Gabriel, Wolfgang Thierse und auch Andrea Nahles ergreifen (Schein-)Partei für die Kirchen. Aus selbstverschuldetem Unwissen heraus. Indem Kritiker Laizisten als Kirchen- und Religionsfeinde anprangern, disqualifizieren<a href="http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=642">&#160;&#160;[ Read More ]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Befeuert von dem anstehenden <a title="Demo gegen Papst am 22. September" href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=14015" target="_blank">Papstbesuch im September</a> wird derzeit ein von der Öffentlichkeit wenig beachteter Streit innerhalb der SPD geführt: die <a title="Soziale und demokratische LaizistInnen" href="http://www.laizistische-sozis.de/" target="_blank">laizistischen Sozis</a> gegen den Rest der <del>Christdemokraten</del> Sozialdemokraten. Sigmar <em>Gabriel</em>, Wolfgang <em>Thierse</em> und auch Andrea <em>Nahles</em> ergreifen (<em>Schein</em>-)Partei für die Kirchen. Aus selbstverschuldetem Unwissen heraus.</p>
<p style="text-align: justify;">Indem Kritiker Laizisten als <em>Kirchen- und Religionsfeinde</em> anprangern, disqualifizieren sie sich selbst. Laizismus ist in erster Linie immer Kritik am Staat, nicht an der Kirche und nicht am <del>gewucherten</del> gewachsenen Aberglauben der Christenheit. Eine klare Trennung von Staat und Kirche greift nicht direkt in das kirchlich-institutionelle Gefüge ein. Darum geht es den Granden der Kreuzträger bei ihren Protesten auch nicht. Sie hetzen aus anderen Gründen gegen eine laizistische Bewegung: ersatzlose Streichung von staatlichen Subventionen, der Stopp von Indoktrination und Missionierung in staatlichen Schulen, sowie eine Schwächung der Jesusfans im Politbetrieb. Deswegen kocht der Messwein über, sobald das böse L-Wort fällt. Und<em> irrationale</em> Katholikensozis wundern sich, wenn sie sich an der Brühe die Zunge verbrennen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie <em>religionsfeindlich</em> unsere Politik heutzutage tatsächlich ist zeigt eindrucksvoll die <a title="Kirchen vereint gegen PID" href="http://www.eann.de/kirchen-vereint-gegen-pid/8834/" target="_blank">Lobbyarbeit kirchlicher Kräfte</a> im Hinblick auf die <em>PID</em>-Debatte. Wurde das geplante Verbot von &#8220;<em>Gotteslästerung</em>&#8221; im stoiberschen Bayern von der breiten Masse schon wieder <a title="Bayern will Gesetz verschärfen" href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,411952,00.html" target="_blank">vergessen</a>? Die Fiskus-Finanzierung von Vorbetern, als wären es Staatsangestellte? Und jetzt darf der Heilige Stuhlbesetzer auch noch im Bundestag sprechen. Die deutsche Religionsfeindlichkeit kann man fast mit der Gabel löffeln.</p>
<p>Zu der baldigen Rede des Papstes äußerte sich der Regensburger Bischof <a title="Gerhard Ludwig Müller" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ludwig_M%C3%BCller#Kritik_an_Medienberichterstattung_.C3.BCber_kirchliche_Missbrauchsf.C3.A4lle" target="_blank">Gerhard Ludwig Müller</a> kürzlich demaskierend in einem Interview:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">&#8220;<em>Deshalb ist es gut, dass der Papst auch im Bundestag spricht &#8211; nicht so sehr als Staatsoberhaupt, [...] &#8211; sondern als bedeutendster Vertreter der christlichen Tradition auf Weltebene.</em>&#8220;<a title="Zeichen gegen den „aggressiven Atheismus“" href="http://www.domradio.de/benedikt/74221/zeichen-gegen-den-aggressiven-atheismus.html" target="_blank"><sup>[1]</sup></a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Der Papst im Parlament, als bedeutendster Vertreter des Christentums, demnach in <em>religiöser Mission</em>, vor gewählten Vertretern des deutschen Volkes? Ist das miteinander vereinbar? <a title="Holy Shit." href="http://www.instantsfun.es/holyshit" target="_blank">Natürlich</a>, denn <em>Müller</em> liefert die Begründung gleich hinterher:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">&#8220;<em>Religion ist keine Privatsache. Es ist ein Menschenrecht, seine Religion öffentlich zu bekennen und zu </em><em>praktizieren. [...] Der Atheismus ist eine private Weltanschauung [...].</em>&#8220;<a title="Zeichen gegen den „aggressiven Atheismus“" href="http://www.domradio.de/benedikt/74221/zeichen-gegen-den-aggressiven-atheismus.html" target="_blank"><sup>[2]</sup></a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em></em>Als <em>Atheist</em> muss ich meine Meinung für mich behalten, schweigen und wegschauen. <em>Kein Gott</em> ist schließlich meine höchsteigene Privatsache. Als gläubiger Mensch soll ich meine Meinung jedoch in den öffentlichen Raum tragen, sprich missionieren? <em>Keinen Glauben </em>zu haben ist demnach wie <em>keinen Tripper</em> zu haben &#8211; schmerzt es nicht, gibt es auch keinen Grund darüber zu reden.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit welcher unbegreiflichen Arroganz vor Anders- und Ungläubigen argumentieren <em>Müller</em> und Andere hier? Denn diese Logik verfolgt er nicht allein. Das verwundert wenig, steht doch in der Bibel: &#8220;<em>Ungläubige [sind] abscheuliche und unbelehrbare Menschen, die zu nichts Gutem taugen.</em>&#8221; Aha.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Ansicht <em>Müllers</em> hinsichtlich des Privaten und des Öffentlichen ist weit verbreitet, wird von vielen Bürgern gelebt und trägt zu dem gern zitierten Zerrbild der Gesellschaft bei, in welchem die Christen den Großteil der deutschen Bevölkerung stellen. Das verhält sich ganz ähnlich zu der <em>gefühlten</em> und der <em>tatsächlichen</em> Temperatur. Viele Menschen glauben nicht mehr. Sie sind <em>kulturelle</em> Christen, aus Bequemlichkeit, aus einem diffusen Gemeinschaftsgefühl heraus. Mit dem <em>klerikalen Gewimmel</em> haben sie nichts mehr gemein. Trotzdem stellen eben diese Menschen &#8211; gerade durch ihre <em>Passivität</em> &#8211; die Machtbasis religiöser Umtriebe durch Hardliner. Denn die Kirche beruft sich auf <em>alle Christen</em>. Dabei ist es vollkommen egal, ob die Schäfchen brav im Gatter liegen oder am Elektro-Zaun lecken. Als aktuelle Beispiele dieser <em>Scheinmeinung</em> lassen sich hier radikale Auffassungen zur Homosexualität, zur HIV-Prävention und tagesaktuell zur PID nennen.</p>
<p style="text-align: justify;">Warum sich die Kirche in gesellschaftliche Debatten rund um die Sexualität und Fortpflanzung einmischt? Na weil das Thema vielleicht nicht immer ihre Lebensrealität, aber scheinbar doch <em>irgendwie</em> generell ihren Glauben tangiert. Und da &#8220;<em>Religion [...] keine Privatsache&#8221; </em>ist, muss das <del>menschenverachtende</del> urchristliche Gedankengut über alle Kanäle verbreitet werden. Die <em>humanistische Gegenmeinung</em> ist Firnes und Privatangelegenheit. Wie <em>Masturbation</em>, nur noch unnatürlicher(<em>-ererer</em>).<del><br />
</del></p>
<p style="text-align: justify;">Bei der <em>müllerschen</em> Synapsenkollision kann man nicht von &#8220;<em>einem Ausrutscher</em>&#8221; sprechen. Eines von unzähligen Beispielen der heutigen Kirchenrhetorik: Der <em>Kölner Erzbischof Meisner</em> verglich <a title="Meisner kritisiert Abtreibung als &quot;Super-GAU&quot;" href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,771365,00.html" target="_blank">erst kürzlich</a> einen atomaren Super-GAU mit Abtreibungen, ob nach einer Vergewaltigung oder nicht. Wie oft muss ein Mensch vom Kirchturm stürzen, um nach Fukushima so etwas zu äußern? Was hier bei <em>Meisner</em> abtreibt ist der Verstand. Und auch <em>Müller</em> brabbelt in seinem Interview munter weiter:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">&#8220;<em>Ein Glaube, der erzwungen wäre, ist ein Widerspruch in sich. Glaube führt ins weite Land der Freiheit. [...] Aber das wird uns nicht davon abhalten, unser Verständnis von Liebe, Ehe, Sexualität vorzutragen. Selbstbestimmung heißt nicht, machen zu können, was einem gerade gefällt.</em>&#8220;<a title="Zeichen gegen den „aggressiven Atheismus“" href="http://www.domradio.de/benedikt/74221/zeichen-gegen-den-aggressiven-atheismus.html" target="_blank"><sup>[3]</sup></a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Na was denn nun? Ist Glaube Freiheit oder ist es die Dogmenkeule? Das müllersche <em>Phrasenbingo</em> stolpert jede zweite Aussage über sich selbst, steht auf und hüpft dummdreist weiter. Historische Fakten und die aktuelle Lebenssituation von unzähligen Menschen werden einfach ausgeblendet.</p>
<p style="text-align: justify;">Das interessiert weder ihn, noch seine sozialdemokratischen Fürsprecher. So schwärmte Sigmar Gabriel kürzlich von Zeiten, &#8220;<em>in denen er mehr &#8216;Gleichgesinnte&#8217; bei den christlichen Großveranstaltungen getroffen habe als im politischen Tagesgeschehen</em>.&#8221; Da verwundert es auch nicht, dass er nicht nur wenig, sondern gar <a title="SPD-Chef: In der Krise in die Kirche" href="http://www.pro-medienmagazin.de/politik.html?&amp;news[action]=detail&amp;news[id]=4065" target="_blank">keine Sympathie</a> für Laizisten hat. August Bebel rotiert wohl gerade.</p>
<p style="text-align: justify;">Und dabei ließe sich die <em>Laizismus-Problematik</em> schnell bewältigen, würden sich <em>Müller</em> und seine Loge selbst beim Wort nehmen:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Wir sind keine politische Interessengruppe</em> [...]&#8220;<a title="Zeichen gegen den „aggressiven Atheismus“" href="http://www.domradio.de/benedikt/74221/zeichen-gegen-den-aggressiven-atheismus.html" target="_blank"><sup>[4]</sup></a></p></blockquote>
<p>Denn dann dürfte die strikte Trennung zum politischen Objekt &#8220;<em>Staat</em>&#8221; nicht sonderlich schwer fallen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.blog.rauhezeiten.de/wp-content/uploads/2011/07/260338_239025872793655_100000587329406_907135_7345559_n.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-654" title="Atheist_bash" src="http://www.blog.rauhezeiten.de/wp-content/uploads/2011/07/260338_239025872793655_100000587329406_907135_7345559_n.jpg" alt="Frevler" width="302" height="400" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blog.rauhezeiten.de/?feed=rss2&#038;p=642</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von Chemnitz nach Barcelona. Ein Roadtrip.</title>
		<link>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=621</link>
		<comments>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=621#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 May 2011 14:42:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privates]]></category>
		<category><![CDATA[Studentenleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=621</guid>
		<description><![CDATA[Am 01. August ist es soweit. Mit einem Freund gehts auf große Fahrt. In der alten Dame besuchen wir auf knapp 4.000km Nürnberg, Dijon, Straßburg, Lyon, Montpellier und Barcelona. Geschlafen wird im Auto und nach fünf bis sieben Tagen reiten wir voraussichtlich wieder in die Heimat ein. Infos über die Maut in Frankreich: Link Was<a href="http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=621">&#160;&#160;[ Read More ]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Am<em> 01. August</em><em></em> ist es soweit. Mit einem <strong>Freund </strong>gehts auf große Fahrt. In der <a title="Alte Dame" href="http://www.cehg.de/cars/index_vw.html" target="_blank">alten Dame</a> besuchen wir auf knapp <em>4.000</em>km <a title="Nürnberg" href="http://www.nuernberg.de/" target="_blank">Nürnberg</a>, <a title="Dijon" href="http://www.dijon.fr/" target="_blank">Dijon</a>, <a title="Straßburg" href="http://www.strasbourg.eu/accueil" target="_blank">Straßburg</a>, <a title="Lyon" href="http://www.lyon.fr/" target="_blank">Lyon</a>, <a title="Montpellier" href="http://www.montpellier.fr/" target="_blank">Montpellier</a> und <a title="Barcelona" href="http://www.bcn.cat/en/ihome.htm" target="_blank">Barcelona</a>. Geschlafen wird im Auto und nach <em>fünf bis sieben Tagen</em> reiten wir voraussichtlich wieder in die Heimat ein.</p>
<p style="text-align: left;">Infos über die Maut in <em>Frankreich</em>: <a title="Frankreich" href="http://www.kfz-auskunft.de/info/autobahngebuehr.html#Autobahngebuehr_Frankreich" target="_blank">Link</a></p>
<p style="text-align: left;">Was es in <em>Frankreich</em> zu beachten gibt: <a title="Frankreich" href="http://www.autoreise.de/frankreich/" target="_blank">Link</a></p>
<p style="text-align: left;">Infos über die Maut in <em>Spanien</em>: <a title="Spanien" href="http://www.kfz-auskunft.de/info/autobahngebuehr.html#Autobahngebuehr_Spanien" target="_blank">Link</a></p>
<p style="text-align: left;">Was in <em>Spanien </em>zu beachten ist: <a title="Spanien" href="http://www.spanien-abc.com/urlaub-in-spanien/reiseinformationen-spanien/reisemoeglichkeiten/mit-dem-auto-reisen-was-muss-ich-in-spanien-beachten/" target="_blank">Link</a></p>
<p><iframe src="http://maps.google.de/maps/ms?msa=0&amp;msid=210819336519677054072.0004a776e19b5b4dafe68&amp;doflg=ptk&amp;ie=UTF8&amp;ll=46.16727,7.55924&amp;spn=9.152601,9.976562&amp;output=embed" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" width="425" height="350"></iframe><br />
<small><a style="color: #0000ff; text-align: left;" href="http://maps.google.de/maps/ms?msa=0&amp;msid=210819336519677054072.0004a776e19b5b4dafe68&amp;doflg=ptk&amp;ie=UTF8&amp;ll=46.16727,7.55924&amp;spn=9.152601,9.976562&amp;source=embed">Route nach Tossa de Mar, Spanien</a> auf einer größeren Karte anzeigen</small></p>
<p style="text-align: left;">Ergänzungen/Updates folgen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blog.rauhezeiten.de/?feed=rss2&#038;p=621</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zur Kenntnis: Unbequemes wird verschwiegen</title>
		<link>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=610</link>
		<comments>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=610#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Jan 2011 13:01:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=610</guid>
		<description><![CDATA[Folgend ein Artikel meines Vaters, erschienen am Dienstag, den 25. Januar 2011, in der Görlitzer Lokalausgabe der Sächsischen Zeitung. Der Inhalt muss nicht unbedingt meine Meinung widerspiegeln. Ein ausführlicher Kommentar von mir folgt vielleicht später. &#8220;Einen großen Dank für diesen Artikel an Herrn Andreas Neumann-Nochten („Es braucht einen ehrlichen Neuanfang“, SZ vom 13. Januar) und<a href="http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=610">&#160;&#160;[ Read More ]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Folgend ein Artikel meines Vaters, erschienen am Dienstag, den 25. Januar 2011, in der Görlitzer Lokalausgabe der Sächsischen Zeitung. Der Inhalt muss nicht unbedingt meine Meinung widerspiegeln.</p>
<p>Ein ausführlicher Kommentar von mir folgt vielleicht später.</p>
<p>&#8220;<em>Einen großen Dank für diesen Artikel an Herrn Andreas Neumann-Nochten („Es braucht einen ehrlichen Neuanfang“, SZ vom 13. Januar) und an die SZ-Lokalredaktion, die diesen Artikel auch noch veröffentlichte. Nach all den Jahren, in denen ich die Lokalpolitik sehr aktiv verfolge, habe ich solche deutlichen und vor allem wichtigen und richtigen Worte nicht mehr erwartet. Allein mir fehlt der Glaube, dass sich jetzt aufgrund dieses Artikels etwas ändert. Getreu dem Motto: „Was nicht sein kann, was nicht sein darf“.</em></p>
<p><em>Als Mitbegründer des Vereins „Unabhängige Initiativgruppe Niederschlesien“ habe ich Anfang der 90er Jahre viele Erfahrungen auf Podien mit polnischen Regionalpolitikern unter anderem zum Thema Schlesien gesammelt.</em></p>
<p><em>Die wichtigste Erfahrung dabei war, dass man mit Offenheit und Ehrlichkeit fast immer auf Verständnis und Vertrauen der anderen Seite hoffen konnte. Dies ist meines Erachtens in den letzten Jahren leider auf der Strecke geblieben.</em></p>
<p><em>Wir verdrehen uns die Zunge</em></p>
<p><em>Wir verbiegen uns sogar heute noch (beziehungsweise wieder) wenn es um Städtebezeichnungen jenseits der Neiße geht. Wir reden zwar völlig normal von Warschau, Moskau, Prag und Krakau, aber wenn es um Liegnitz, Breslau oder andere ehemals deutsche Städte geht, verdrehen wir uns am liebsten dabei die Zunge.</em></p>
<p><em>Mit so einer Art von Anbiederei schafft man aber mit Sicherheit kein Vertrauen. Die Geschehnisse der letzten Jahre seit Öffnung der Grenzen in Sachen Grenzkriminalität sollte eigentlich den letzten Politiker wachgerüttelt haben, aber weit gefehlt.</em></p>
<p><em>Die Statistik wird so zurecht gebogen, dass man den Eindruck bekommt, die Grenzkriminalität wäre sogar rückläufig. Mittlerweile gibt es neben den unzähligen Diebstählen und Einbrüchen auch schon Tötungsdelikte. Es ist nur eine Frage der Zeit, wie lange sich das die Betroffenen beziehungsweise Leidtragenden noch tatenlos gefallen lassen.</em></p>
<p><em>Betroffen gemacht hatte mich im letzten Jahr unter anderem ein Bericht, den der Mitteldeutsche Rundfunk ausgestrahlt hat. Zusammengestellt und recherchiert hatte ihn mit Renate Heidner eine Journalistin, die sehr gut die polnische Sprache beherrscht.</em></p>
<p><em>Keine Angst vor der Polizei</em></p>
<p><em>Frau Heidner berichtete in ihrem Beitrag über die Diebstähle von Fahrzeugen im grenznahen Raum. Und – was mich besonders schockiert hat – wie in den polnischen Dörfern jenseits der Neiße Scheunen und andere größere Unterkünfte direkt an diese Autodiebe „vermietet“ werden, damit dort in aller Ruhe die Fahrzeuge ausgeschlachtet werden können. Laut Aussage einer Anwohnerin brauchen diese Leute dabei nicht einmal Angst vor der örtlichen Polizei zu haben.</em></p>
<p><em>In dieser Entwicklung liegt aus meiner Sicht ganz großer Zündstoff. Die verantwortlichen Politiker auf Landes- und Bundesebene, die weiterhin davor die Augen verschließen, handeln meines Erachtens verantwortungslos und treiben letztendlich die Menschen in die Arme jener extremistischen politischen Kräfte, die hier eigentlich keiner haben will.</em></p>
<p><em>Treffen auf kommunalpolitischer Ebene sind sicher auch wichtig, wenn es aber nicht gelingt, die breite Masse der Bevölkerung auf dem Weg zur europäischen Einheit mitzunehmen, dann ist dieses Unternehmen letztlich zum Scheitern verurteilt. Daran können aber weder Polen, Tschechen noch wir Deutschen ein Interesse haben.</em></p>
<p><em>Leider findet man gegenwärtig unter den in Verantwortung stehenden Politikern kaum noch einen, der sich traut, auch einmal unbequeme Tatsachen öffentlich anzusprechen.</em>&#8220;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blog.rauhezeiten.de/?feed=rss2&#038;p=610</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Tag an dem mein Ekel starb.</title>
		<link>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=599</link>
		<comments>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=599#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 18:50:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftliches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=599</guid>
		<description><![CDATA[Es ist Zeit für das Abendbrot. Fix das Schnittchen geschmiert, nebenbei geht der Fernseher an. Aber was soll man schauen? Die hundertste Weltkriegs-Doku ist zu lahm, der Krimi schon fast vorbei. Also schnell die RTL-Madenfresser einschalten. Ein wenig „Unterschicht“ schnuppern.  Und während man &#8211; sich ob seiner intellektuellen Fähigkeiten freuend &#8211; ein Butterbrot isst, gurgelt<a href="http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=599">&#160;&#160;[ Read More ]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist Zeit für das Abendbrot. Fix das Schnittchen geschmiert, nebenbei geht der Fernseher an. Aber was soll man schauen? Die hundertste Weltkriegs-Doku ist zu lahm, der Krimi schon fast vorbei. Also schnell die <em>RTL-Madenfresser</em> einschalten. Ein wenig „Unterschicht“ schnuppern.  Und während man &#8211; sich ob seiner intellektuellen Fähigkeiten freuend &#8211; ein Butterbrot isst, gurgelt C-Prominenz nebenbei auf fragwürdig-unterhaltsame Weise grünen Schleim. Wie <em>bescheuert</em> man dabei selbst aussieht, ahnt höchstens der neugierige Nachbar von gegenüber.</p>
<p style="text-align: justify;">In der werberelevante Zielgruppe (14-49 Jahre) erreichte die Sendung  „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ etwa 4,87 Millionen Zuschauer. Das entspricht immerhin 42,1%. Insgesamt sahen fast acht Millionen Menschen das „Dschungelcamp“.  Und die stammen keinesfalls alle aus dem „<em>geistigen Prekariat</em>“, wie Kritiker gern behaupten. Laut DWDL-Analyse verfolgte ein knappes Drittel der Quotenträger mit Abitur die umstrittene Sendung, bei Zuschauern mit Uni-Abschluss war es immer noch jeder Vierte. Weiter heißt es: „<em>Auf 29,5 Prozent belief sich am Montag [17. 01] der Marktanteil bei Zuschauern mit einem Nettoeinkommen von mehr als 1.750 Euro &#8211; und fiel damit nur geringfügig niedriger aus als bei Zuschauern mit geringerem Einkommen.</em>“</p>
<p style="text-align: justify;">Aber warum schaut jeder zehnte Deutsche Entwurzelten dabei zu, wie sie in den Medien systematisch erniedrigt werden? Mit der, immer wieder als „vollkommen normal“ titulierten, Sensationslust des Menschen hat das wenig gemein. Mir fällt dazu nur der Begriff der <em>Pornografie</em> ein. Ob Langhans, <em>als passives Objekt gegen Geld</em>, nun menschliches Ejakulat ins gelockte Haar flattert, oder von einer wimmelnden Kakerlakenpopulation bekrochen wird, der Unterschied liegt lediglich im Adressaten des gefilmten Materials. Wenn überhaupt.</p>
<p style="text-align: justify;">Von dem Kampfbegriff der „<em>Volksverdummung</em>“ würde ich ebenso absehen, außer man verwendet ihn in Hinblick auf die soziale Intelligenz. Viel alarmierender scheint das schleichende <em>Abstumpfen ganzer Bevölkerungsteile</em>. Mit der fadenscheinigen Entschuldigung der Freiwilligkeit und der Entgeltung des zu Schau gestellten, menschenunwürdigen „Entertainments“ wird die gesellschaftliche Verantwortung auf die Objekte des Spottes abgeladen.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die Verlierer der nimmersatten Quotenmaschinerie ihre eigenen Fäkalien einverleiben, um dann ein gequältes „Ich bin der Dschungelkönig“ zu erbrechen. Die Frage ist so real, wie beängstigend: Wie weit werden die Medienschaffenden noch gehen? Oder besser gefragt, <em>was wollen wir noch alles sehen</em>?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blog.rauhezeiten.de/?feed=rss2&#038;p=599</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief wegen des Semestertickets</title>
		<link>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=493</link>
		<comments>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=493#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 17:10:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftliches]]></category>
		<category><![CDATA[Studentenleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=493</guid>
		<description><![CDATA[Nachfolgend der offene Brief (20. Jan) von Erik Schlegel in Originalfassung. Zur Information. &#8220;Am 18.01.11 hat der Studentenrat über die Erweiterung des Semestertickets positiv entschieden. Das bedeutet alle Studenten müssen ab dem SS/11 EUR 75,00 mehr für den Studentenbeitrag entrichten (insgesamt also rund EUR 185,00). Grundlage der Entscheidung bilden zwei Umfragen die über den Verteiler<a href="http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=493">&#160;&#160;[ Read More ]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachfolgend der offene Brief (20. Jan) von Erik Schlegel in Originalfassung. Zur Information.</p>
<p>&#8220;<em>Am 18.01.11 hat der Studentenrat über die Erweiterung des Semestertickets positiv entschieden.</em></p>
<p><em>Das bedeutet alle Studenten müssen ab dem SS/11 EUR 75,00 mehr für  den Studentenbeitrag entrichten (insgesamt also rund EUR 185,00).</em></p>
<p><em>Grundlage der Entscheidung bilden zwei Umfragen die über den Verteiler der Uni durchgeführt wurden.</em></p>
<p><em>Bei den Abstimmungen haben jeweils über 50% der Studenten nicht  teilgenommen, jedoch müssen durch das Solidaritätsprinzip alle Studenten  zahlen.<br />
Durch die Abstimmung über den Verteiler ist es nicht möglich die  Auszählung der Stimmen nachzuvollziehen auch die Allgemeinheit der Wahl  ist durch die bloße Möglichkeit über das Internet abzustimmen stark  eingeschränkt.</em></p>
<p><em>Zudem zeigt die veröffentlichte Auswertung der ersten Umfrage, dass  das Semesterticket nicht nötig und offensichtlich hauptsächlich zu  Freizeitzwecken genutzt wird.<br />
Wir als Gegner sind nicht bereit die Freizeitaktivitäten einer Minderheit von 25% der Studenten zu tragen.</em></p>
<p><em>Wir fordern daher eine demokratische Abstimmung die zeitgleich mit den STuRa-Wahlen stattfinden kann.</em></p>
<p><em>Wer der gleichen Auffassung ist schickt diese Mail oder seine eigene Beschwerde an den STuRa: <a href="mailto:stura@tu-chemnitz.de">stura@tu-chemnitz.de</a></em></p>
<p><em>Gezeichnet Gegner des Semestertickets<br />
Schlegel, Lehmann</em>&#8221;</p>
<p>Zur Vollständigkeit eine Antwort darauf (21. Jan) von Sascha Pfefferkorn in Originalfassung.</p>
<p>&#8220;<em>In Bezug auf die Rundmail von den  &#8216;Gegnern des Semestertickets&#8217;, möchte ich folgende Punkte einmal anbringen:</em></p>
<p><em>Dass die Wahlbeteiligung bei nur 50% lag, hat sicher nichts mit der  Verfügbarkeit eines Internetanschlusses zu tun, denn jeder Student hat  die Möglichkeit über einen PC-Poolraum seine Stimme abzugeben!!! </em> <em> </em></p>
<p><em>Wenn aber die Hälfte aller Studenten gar nicht erst Ihre Stimme für  die Abstimmung abgibt, brauchen diese sich im Nachhinein auch nicht  beschweren. Es wurde ausreichend darüber Informiert wann die Abstimmung  erfolgt, selbst in Tageszeitungen wie der Freien Presse war davon zu  lesen! Auch würde ich behaupten, dass die Zeit zur Stimmenabgabe mehr  als ausreichend war. </em> <em></em></p>
<p><em>Die erste Umfrage ergab eine Mehrheit von 56% die für das  Semesterticket stimmten, da kann man wohl kaum davon sprechen, dass  unser Semesterticket  &#8216;nicht nötig&#8217; wäre. </em> <em></em></p>
<p><em>Sollte es zu einer weiteren Wahl kommen bin ich schon jetzt gespannt, welche Gründe dann vorgeschoben werden. </em> <em></em></p>
<p><em>Gezeichnet die 52,20% &#8211; &#8216;Die Befürworter des Semestertickets Sachsen</em> &#8216;&#8221;</p>
<p>Folgend eine Stellungnahme von Anja Schoenherr, Studentenwerk Chemnitz-Zwickau.</p>
<p>&#8220;<em>Sehr geehrte Frau Fischer, sehr geehrte Stura-Mitglieder,</em></p>
<p><em>wie ich gesehen habe, haben Sie Ihre Pressemitteilung auf der Homepage des StuRa bezüglich der möglichen Unterstützung seitens des StuWe ein wenig geändert. Jetzt heißt es dort:</em> <em></em></p>
<p><em>&#8220;Betroffene können allerdings beim Studentenwerk Chemnitz-Zwickau Unterstützung aus dem Darlehensfonds, in besonders schweren Fällen, aus dem Härtefallfonds, beantragen.&#8221;</em> <em></em></p>
<p><em>Ich möchte darauf hinweisen, dass die Aussage in dieser Form immer noch falsch ist und Sie bitten, dies zu korrigieren.</em> <em></em></p>
<p><em>Der Härtefonds des Studentenwerkes ist an sehr eng definierte Notfälle gebunden, beispielsweise hohe unerwartete Ausgaben in Verbindung mit Unfall, Krankheit oder einem Todesfall, Schäden durch Brand oder Diebstahl o.ä. Höhere Gebühren für das Semesterticket fallen nicht darunter, weil sie alle Studierenden gleichermaßen treffen und kein individueller Härtefall sind.</em> <em></em></p>
<p><em>Das Darlehen ist ebenfalls auf eng definierte Härtefälle beschränkt und kommt in Situationen in Frage, in denen ein Student unverschuldet in finanzielle Not gerät und der Studienabschluss dadurch bedroht ist. Für dauerhafte Gebühren wie das Semesterticket (ähnlich Krankenkassenbeitrag etc.) trifft regelmäßig nicht zu, dass sie einen Studenten &#8220;unverschuldet&#8221; in eine Notlage bringen, weil sie absehbar sind und bei der persönlichen Studienfinanzierungsplanung berücksichtigt werden müssen.</em> <em><br />
Evtl. gibt es absolute Einzelfälle, in denen man für das kommende Semester einmalig sagen könnte, dass die drastische Beitragserhöhung vorher nicht absehbar war und nun in eine finanzielle Notlage führt, die den Studienabschluss bedroht. (Letzteres ist im Detail nachzuweisen, auch dass Eltern oder Ehepartner nicht aushelfen können, außerdem ist ein Bürge mit regelmäßigem ausreichendem Einkommen zu stellen. Nach aktueller Rechtslage muss außerdem derzeit jedes Darlehen vom Verwaltungsrat, dem Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Finanzministerium genehmigt werden.)<br />
Spätestens mit dem nächsten Wintersemester geht dann diese Interpretation überhaupt nicht mehr, weil der höhere Beitrag dann lange genug bekannt ist. Auch sozial schwache Studierende müssen dann für ihre Beiträge voll und ganz allein aufkommen.</em></p>
<p><em>Ich bitte Sie daher, den Verweis auf Unterstützungsmöglichkeiten des StuWe aus Ihrer Pressemitteilung und ähnlichen Unterlagen ersatzlos zu streichen, weil er aus meiner Sicht reine Augenwischerei darstellt.</em> <em></em></p>
<p><em>Wenn die angeblichen Unterstützungsmöglichkeiten des StuWe das zentrale Argument gegen die Bedenken bezüglich sozial schwacher Studierender waren, hätte ich es im übrigen auch besser gefunden, wenn der Stura im Vorfeld der Entscheidung mal das Gespräch mit dem Stuwe gesucht hätte, um genau abzuklären, was überhaupt möglich ist.</em> <em><br />
So wie sich die Lage jetzt darstellt (außer beim Stura selbst gibt es irgendwelche Möglichkeiten, den Beitrag bei Bedürftigkeit zu erlassen o.ä.), kann jemand, der den höheren Beitrag nicht irgendwie selbst aufbringen kann, im Grunde in Chemnitz nicht mehr studieren.</em></p>
<p><em>Mit freundlichen Grüßen</em> <em></em></p>
<p><em>Anja Schoenherr</em> &#8220;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blog.rauhezeiten.de/?feed=rss2&#038;p=493</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Wochenschau.</title>
		<link>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=484</link>
		<comments>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=484#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 16:12:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftliches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=484</guid>
		<description><![CDATA[Fünf ausgesuchte Meldungen der vergangenen Woche. Kurz kommentiert. [22. August bis 29. August 2010] NPD-Vorstand nickt Fusionsvertrag ab: Vorstand? Schön und gut, aber was sagt der Führer dazu? Bundeswehr soll Handelswege freihalten: Weitere mögliche Einsatzgebiete sind Liegestühle in ausländischen Hotels, Sitzplätze von säumigen Bundestagsabgeordneten und Autobahnausfahrten auf der A7. Mächtiger Rabbi wünscht allen Palästinensern die<a href="http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=484">&#160;&#160;[ Read More ]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Fünf ausgesuchte Meldungen der vergangenen Woche. Kurz kommentiert.<br />
[<em>22. August bis 29. August 2010</em>]</p>
<p><a href="http://endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&amp;view=item&amp;id=5245:npd-vorstand-nickt-fusionsvertrag-ab&amp;Itemid=384"><em>NPD-Vorstand nickt Fusionsvertrag ab</em></a>:<br />
Vorstand? Schön und gut, aber was sagt der Führer dazu?</p>
<p><em><a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-08/bundeswehr-wirtschaftsinteressen-driftmann">Bundeswehr soll Handelswege freihalten</a></em>:<br />
Weitere mögliche Einsatzgebiete sind Liegestühle in ausländischen Hotels, Sitzplätze von säumigen Bundestagsabgeordneten und Autobahnausfahrten auf der A7.</p>
<p><em><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,714442,00.html">Mächtiger Rabbi wünscht allen Palästinensern die &#8220;Pest&#8221;</a></em>:<br />
Ganz wichtig in Gaza-Stadt: In nächster Zeit immer mal wieder einen Blick auf den Brunnen werfen!</p>
<p><em><a href="http://www.bild.de/BILD/politik/2010/08/29/akw-zoff-kanzlerin-angela-merkel/sie-will-laufzeiten-verlaengerung-zwischen-10-und-15-jahren.html">Merkel: Verlängerung um 10 bis 15 Jahre „vernünftig“</a></em>:<br />
Über 159 gemeldete Selbstmordversuche von Bild-Lesern. Die dachten es ging um Merkels Laufzeit im Amt.</p>
<p><em><a href="http://blogs.forbes.com/andygreenberg/2010/08/24/full-body-scan-technology-deployed-in-street-roving-vans/">Full-Body Scan Technology Deployed In Street-Roving Vans</a></em>:<br />
Aufgebrachte Transformers streiken jetzt für ihre Persönlichkeitsrechte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blog.rauhezeiten.de/?feed=rss2&#038;p=484</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mensch Thilo, du alter Nazi.</title>
		<link>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=385</link>
		<comments>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=385#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 17:25:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftliches]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=385</guid>
		<description><![CDATA[Da hat sich der Zentralrat der Juden ja wieder einen Schwank ausgedacht. „Ich würde Herrn Sarrazin den Eintritt in die NPD empfehlen, das macht die Gefechtslage wenigstens klarer und befreit die SPD“, so Generalsekretär Kramer. Korrekt, Herr Kramer. Einen Buchstaben austauschen, fertig. So wird man auch vom Juden zum Luden und aus dem hart arbeitenden<a href="http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=385">&#160;&#160;[ Read More ]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Da hat sich der Zentralrat der Juden ja wieder einen Schwank ausgedacht. „<em>Ich würde Herrn Sarrazin den Eintritt in die NPD empfehlen, das macht die Gefechtslage wenigstens klarer und befreit die SPD</em>“, so Generalsekretär Kramer.</p>
<p style="text-align: justify;">Korrekt, Herr Kramer. Einen Buchstaben austauschen, fertig. So wird man auch vom Juden zum Luden und aus dem hart arbeitenden Trapper wird eine fiese Geschlechtskrankheit. Ein  tolles Spiel für verregnete Spätsommertage. Nur mit welchem Inhalt?  Und zu welchem Preis? Warum muss Sarrazin aus einer, auf dem Papier,  linken Partei austreten, wenn er gegen die Integrationsbemühungen  Deutschlands polemisiert? Und warum soll er deswegen gleich in die  NPD eintreten? Wird demnächst ein <em>NSDAP</em>-Wimpel am eigenen Kfz zur  Pflicht, sobald man Hitlers Schnellstraßen benutzt? Muss jeder in die  nächstbeste  Wehrsportgruppe, weil er brennende Autos in Hamburg  und  Berlin für unsinnigen Vandalismus hält?</p>
<p style="text-align: justify;">Die NPD würde sich über den Zulauf sicherlich freuen. Womöglich  springt auch ein Geschenkkorb für den Zentralrat ab. Für die tolle Idee. <em>Aber vielleicht  ist genau das der Weg</em>! Die Glatzköpfe wüssten gar nicht, wohin mit der Flut vermeintlicher <em>Hardcore-Faschisten</em>. Bis der braune Verein komplett von Demokraten unterwandert wurde und auseinanderfällt.</p>
<p style="text-align: justify;">Klar, es gäbe dann noch immer Kritik an der Einwanderungs- und Integrationspolitik. Ebenso an brennenden Autos. Und die Autobahnen würden trotzdem ausgelastet sein. Aber die NPD wäre Vergangenheit.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich verstehe. Sie sind ein <em>Fuchs</em> Herr Kramer.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blog.rauhezeiten.de/?feed=rss2&#038;p=385</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gehirn streikt. Körper solidarisiert sich.</title>
		<link>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=369</link>
		<comments>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=369#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 15:19:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftliches]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Studentenleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=369</guid>
		<description><![CDATA[12:05 Uhr MEZ war es beschlossene Sache: Die TU Chemnitz wird bestreikt. Mit OpenEnd. 550 Ja-Stimmen und lediglich 43 Nein-Stimmen ergab die Auszählung der 11:00 Uhr einberufenen Vollversammlung im Audimax des Neuen Hörsaalgebäudes. Basisdemokratischer schaffen das nicht einmal unsere Eidgenossen. Laut Informationen von offizieller Seite bestreiken derzeit über 800 Studierende das Campusgelände. Für eine bessere<a href="http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=369">&#160;&#160;[ Read More ]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>12:05 Uhr MEZ war es beschlossene Sache: Die TU Chemnitz wird bestreikt. Mit OpenEnd. 550 Ja-Stimmen und lediglich 43 Nein-Stimmen ergab die Auszählung der 11:00 Uhr einberufenen Vollversammlung im Audimax des Neuen Hörsaalgebäudes. Basisdemokratischer schaffen das nicht einmal unsere Eidgenossen.</p>
<p>Laut Informationen von offizieller Seite bestreiken derzeit über 800 Studierende das Campusgelände. Für eine bessere Bildung, eine bessere Zukunft und ein besseres Leben. Klingt pathetisch, ist aber so.</p>
<p>So viel zum nachrichtendienstlichen Teil. Die Stimmung im voll besetzten Audimax war elektrisierend. &#8220;Nicht ihr seid das Problem, der Bachelor ist es!&#8221;, taktet die Veranstaltung auf. Anhaltender Applaus für diese klaren Worte. Der ebenfalls anwesende Rektor Matthes reibt sich nervös die Hände. Angstschweiß? Immerhin, Donnerstag soll in eben jenem Gebäude eine Wirtschaftsmesse stattfinden. Eine Besetzung wäre wohl nicht sehr repräsentativ für den betriebsreifen und handzahmen Bachelorabsolventen. Schade drum.</p>
<p>Nach einer kurzen Aufwärm-Abstimmung wird es dem Rektor erlaubt den Raum zu betreten und vor den etwa 700 Studierenden Stellung zu beziehen. Zu einem Dialog sei er bereit. Empörte Zwischenrufe verweisen auf die in diesem Sommer von Studenten aufgestellten 95 Thesen zur misslichen Lage der TU Chemnitz. Auch damals versicherte Matthes eifriges Handeln. Seitdem verstauben die Kritikpunkte augenscheinlich im Zeitungsständer der Mattheschen Gästetoilette. Doch er spricht unbeirrt weiter, kann besonders die Probleme der Maschinenbauer verstehen. Gelächter im Saal. Die gefühlte Mehrheit der Vollversammlung besteht aus Geisteswissenschaftlern. Aus dem Publikum brüllt jemand &#8220;REDEZEIT!&#8221;. Matthes reibt sich wieder die Hände, trottet wortlos an die Wand und blickt ungläubig auf den gefüllten Saal.</p>
<p>Es folgt der öffentliche Diskurs untereinander, &#8220;Sie vergessen, Rektoren, Professoren, Lehrstühle sind hier wegen uns! Sie gibt es wegen uns. Nicht anders herum!&#8221;. Das war etwas zu viel für Matthes. Energisch Kopfschüttelnd steigt er in den regen Applaus mit ein. Ein skurriler Anblick.</p>
<p>Der Vorwurf aus dem Publikum, die Vollversammlung sei nicht groß genug angekündigt worden wird mit einem ungeheuerlichen Verdacht entschuldigt: Info-Emails über alle Uni-Mailverteiler sollen von &#8220;oben&#8221; zurückgehalten worden sein. Beweise dafür gibt es keine. Sollte der Verdacht jedoch stimmen, wäre dies ein herber Schlag gegen die demokratische Bildungsordnung.</p>
<p>Anschließend wurde über eine Dreiviertelstunde  über die Ziele und die Mittel des Streikes diskutiert. Auch wurde die Legitimation der Vollversammlung von einigen Stimmen angezweifelt. Ein, in meinen Augen, fadenscheiniges Argumentieren begann, welches aber bereits nach wenigen Sätzen von der anwesenden Mehrheit tosend verworfen wurde. Wir sind das studierende Volk und wir bilden eine gewichtige Interessengruppe. Wenn sich manch einer nicht engagieren will, seine Entscheidung. Davon darf und kann aber nicht das Engagement anderer beeinflusst werden.</p>
<p>Danach kommt es zur Abstimmung. Es ist ein ehrfurchtsvoller Anblick: Nahezu jeder erhebt sich zum Streik. Applaus.</p>
<p>Damit war es beschlossen: Die TU Chemnitz ist im bundesweiten Streik angekommen. Rektor Matthes verlässt den Saal. Und ich dächte etwas Wehmut in seinem Blick erkannt zu haben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blog.rauhezeiten.de/?feed=rss2&#038;p=369</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Enkes Leichenschmaus.</title>
		<link>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=365</link>
		<comments>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=365#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 16:28:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftliches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=365</guid>
		<description><![CDATA[Ganz Deutschland hat geweint. So stand es zumindest in den Medien. Und die  müssen es ja wissen. Warum trauerten alle Deutschen? Was ist weltbewegendes passiert? Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht. Immerhin, in Deutschland sterben Jahr für Jahr etwa 10.000 Menschen durch die eigene Hand. Und am 10. November blieb auf diese Weise<a href="http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=365">&#160;&#160;[ Read More ]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz Deutschland hat geweint. So stand es zumindest in den Medien. Und die  müssen es ja wissen.</p>
<p>Warum trauerten alle Deutschen? Was ist weltbewegendes passiert?</p>
<p>Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht. Immerhin, in Deutschland sterben Jahr für Jahr etwa 10.000 Menschen durch die eigene Hand. Und am 10. November blieb auf diese Weise <a href="http://www.hannover96.de/CDA/profis/portraits/versteck-fuer-portraits/robert-enke1.html" target="_blank">Robert Enke</a> auf der Strecke. Ebenso wie &#8211; rein statistisch betrachtet &#8211; 26 weitere Deutsche. Über wieviel Selbstmörder haben Sie in den folgenden Tagen denn gelesen? Rechnen wir weiter, entleibten sich bis zum heutigen Tag <strong>297</strong> weiter Menschen in Deutschland. Wieviele Schlagzeilen wird es zu denen gegeben haben? Na? Aber in Enkes Kondolenzbuch haben sich bis heute <a href="http://www.enke1.de/" target="_blank">127397</a> wildfremde Menschen eingetragen. Wie krank sind Sie eigentlich? Sensationslüsterne Masturbation zu dem Leiden Fremder? Und Selbstmörder aus unserem Ort, die wir vielleicht wirklich kannten &#8211; wenn  auch nur über drei Ecken -  die interessieren uns nicht.</p>
<p><em>Depressionen werden in unserer Leistungsgesellschaft zumeist totgeschwiegen. Und der Betroffene gleich mit. </em></p>
<p>Was war an Robert Enke anders? Nun ich habe da eine Vermutung. Die Schweinegrippe hatte sich abgelaufen, es wurden in dem Zeitraum keine Kinder von anderen Kindern bestialisch ermordet, der derzeitige Wettskandal war noch nicht in Sicht, besonders abstruse Gewalttaten ließen ebenfalls auf sich warten und die Politik? Naja, die interessiert nicht weiter, vorausgesetzt Frau Merkel koaliert demnächst nicht auch privat mit Herrn Westerwelle.</p>
<p>Es ganz einfach: Enke war B-prominent. Sein Freitod war der Leichenschmaus für jedes Boulevardblättchen. Gerade prominent genug um ihn und seine Familie für eine kurzzeitige Auflagensteigerung &#8211; verzeihen sie den Ausdruck &#8211; verfeuern zu können. Er war kein Ausnahmetalent auf seinem Gebiet, aber auch kein gänzlich Unbekannter. Sein Tod ist für diese Gesellschaft ebenso irrelevant wie der Tod eines jeden gesichtslosen Passantens. Aber unser Voyeurismus kann sich auf Enke viel besser entladen. Vorsichtig ausgedrückt.</p>
<p>Journalismus hat eine moralische Verantwortung. Davon hat man in den letzten zwölf Tagen leider nichts gemerkt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blog.rauhezeiten.de/?feed=rss2&#038;p=365</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auf dem Holzweg der Leitkultur. Oder: Ein deutsches Problem.</title>
		<link>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=346</link>
		<comments>http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=346#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 11:47:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Rauh</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaftliches]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=346</guid>
		<description><![CDATA[Thilo Sarrazin ist der Buhmann der Nation. Er sprach abfällig über Kopftuch-Mädchen, über die Unterschicht, unwillige Ausländer und blinde Politik. Er formulierte grobschlächtig die Problematik einer Gesellschaft, die noch immer unter einem nationalen Stockholm-Syndrom leidet. Seitdem wurde eine Diskussionswelle losgetreten, welche  aus meiner Sicht teils irritierende, teils einfach nur falsche Aussagen hervorgebracht hat. Es wurde<a href="http://www.blog.rauhezeiten.de/?p=346">&#160;&#160;[ Read More ]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Thilo Sarrazin ist der Buhmann der Nation. Er sprach abfällig über Kopftuch-Mädchen, über die Unterschicht, unwillige Ausländer und blinde Politik. Er formulierte grobschlächtig die Problematik einer Gesellschaft, die noch immer unter einem nationalen Stockholm-Syndrom leidet. Seitdem wurde eine Diskussionswelle losgetreten, welche  aus meiner Sicht teils irritierende, teils einfach nur falsche Aussagen hervorgebracht hat.</p>
<p>Es wurde gesagt, dass die Integrationsbemühungen der Bundesrepublik gescheitert seien. Dem möchte ich widersprechen. Die Integration in Deutschland hat nicht versagt. Versagt haben Mechanismen, welche die Unwilligen und Gescheiterten aus dem Rand unserer demokratischen Gesellschaft in die Mitte ihrer Herkunftsgesellschaft führen. Der deutsche Staat maßt sich eine Moral an, die für unsere Gesellschaft nicht tragbar ist. Aus welcher Logik heraus muss jeder Mensch in Deutschland leben können, obwohl er hier unter den gegebenen Grundsätzen &#8211; Demokratie, Pluralismus, Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung &#8211; nicht leben will? Die zentrale Frage ist doch, ob sich eine wehrhafte Demokratie den Zerrspiegel von religiösen und ideologischen Gruppierungen -  mit einem wie auch immer geartetem kulturellen Hintergrund &#8211; vorhalten lassen muss. Warum dulden wir Menschen, die weder unsere Demokratie, noch unsere gesellschaftlichen Werte achten? Menschen, die sich selbst isolieren indem sie sich der deutschen Sprache &#8211; sei es als Zweit- oder Drittsprache &#8211; verweigern.</p>
<p>Aber es ist nicht diesen Menschen zur Last zu legen. Denn wir lassen sie gewähren. Es ist vielmehr typisch für den Irrsinn des deutschen Wesens: Ein auffällig gewordener, ausländischer Straftäter wird nicht in sein Herkunftsland ausgewiesen, sondern in Deutschland weggesperrt. Denn Strafe muss sein. Natürlich! Und wenn er dann aus dem, für ihn mit Sicherheit pädagogisch wertvollen, Strafvollzug entlassen wurde fügt er sich reibungslos in unsere Gesellschaft ein. Wie viel Realitätsferne verträgt der Mensch? Denn genau dies wird mit dem Umgang straffälliger Immigranten propagiert. Es schafft Vorurteile gegenüber dem Groß erfolgreich integrierter ausländischer Deutscher mit Migrationshintergrund. Es ist diese nachlässige Haltung, die eine junge Multikultur von vorneherein in Abrede stellt, weil sie augenscheinlich nur Negatives mit sich bringt. Religiösen Fanatismus auf der einen, kulturelle Intoleranz auf der anderen Seite. Das ist kein Zustand für die geruhsame deutsche Volksseele, denn die schreit in der Konsequenz nach Leitkultur. Problem nur, dass die deutsche Leitkultur Carl Schmitt liest und Fußball für einen Sport des Kaisers hält.</p>
<p>Deswegen: Wollen wir eine &#8211; in meinen Augen dringend benötigte -  funktionierende Multikultur in einem offenen und zukunftsorientierten Deutschland schaffen, muss die Gesellschaft endlich klare Regeln definieren. Es muss Schluss sein mit einer Politik der Nachsicht und Heuchelei. Es muss Klartext gesprochen werden, abseits von verkrampfter &#8220;political correctness&#8221;. Abseits von austauschbaren Phrasen aus den Mündern austauschbarer Politiker.  Es wird vielfach gefragt, ob der verbale Ausfall von Sarrazin eine offene Debatte über das dringliche Thema der Integration nun hemmt. Das denke ich nicht. Gerade durch seine Äußerungen wurde das Thema doch überhaupt erst wieder durch die demokratische Mitte aufgegriffen. Zum Glück. Das Gezerre der Rechten und Linken um dieses Thema wurde schon vor Jahren dröge. &#8220;Deutschland den Deutschen, Ausländern das (R)Ausland&#8221; ist ebenso hohl, wie &#8220;Wir erwirtschafteten unseren Reichtum auf den Schultern fremder Völker und verschanzen uns nun damit hinter Abschiebung und Fremdenhass&#8221;. Eine Diskussion und Reaktion auf die Problematik der Migration muss unter dem Zeichen demokratischer Parteien geschehen. Andernfalls gerät das Thema viel zu leicht zum Schlachtfeld rechtsextremer Populisten und ewiggestriger, linker Kulturfaschisten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.blog.rauhezeiten.de/?feed=rss2&#038;p=346</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

