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In der Webung wird häufig nach dem Motto „Sex Sells“ gearbeitet, was nichts anderes besagt, als dass sich Produkte, die mit Hilfe sexueller Inhalte beworben werden, besser verkaufen.

Jetzt hat diese Strategie ein bisher wenig sexuelles Gebiet erreicht: die Politik.

Ganz in der Tradition Klaus Wowereits, der vor acht Jahren homosexuelle Politiker salonfähig machte, kommt auch die neueste Entwicklung aus der Hauptstadt.
Die Berliner Direktkandidatin der CDU für den Wahlkreis Friedrichshain- Kreuzberg, Vera Lengsfeld, wirbt auf ihrem Plakat mit dem Slogan „Wir haben mehr zu bieten.“Das Plakat zeigt sie selbst und Bundeskanzlerin Angela Merkel mit jeweils – für (deutsche) Politikerinnen eher untypischem – tiefem Dekolletee.

Wahlplakat der CDU Kandidatin Lengsfeld zur Bundestagswahl

Wahlplakat der CDU Kandidatin Lengsfeld zur Bundestagswahl

Ob Frau Lengsfeld auch politisch und nicht nur in der Bluse mehr zu bieten hat, ist fraglich in Anbetracht der Tatsache, dass sie mit ihrem Körper denn mit Ideen wirbt.

Eine hohe Aufmerksamkeit und gestiegene Präsenz in den bundesweiten Medien ist ihr mit ihrer Kampagne aber definitiv sicher.
Letztlich wird jedoch erst die Bundestagswahl am 27. September zeigen, ob sie das schwache Ergebnis ihres Vorgängers (dieser erreichte 2005 nur 11,3%) übertreffen kann und das Konzept „Sex Sells“ Potential für zukünftige Wahlkämpfe besitzt.



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